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Die Triade
Von Elisabeth Mack

Die Triade

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Das magische Dreieck: Die Triade im Einsatz mit Therapiebegleithunden

In der Arbeit mit Therapiebegleithunden spielt ein besonderes Beziehungsgeflecht eine zentrale Rolle: das sogenannte Beziehungsdreieck Klient:in-Hund-Bezugsperson, das wir auch als Triade bezeichnen.

Dieses dynamische Zusammenspiel zwischen Mensch, Tier und professioneller Begleitung ist ein Kernstück erfolgreicher tiergestützter Interventionen.

Stell dir eine Therapiesitzung vor: Ein Kind streichelt sanft das Fell des Therapiebegleithundes, während die Pädagog:in oder die Therapeut:in aufmerksam beobachtet und die Interaktion lenkt. Genau in diesem Moment entfaltet sich die Kraft der Triade.

Die anspruchsvolle Königsdisziplin: Direkte Interaktion in der Triade

Besonders intensiv und für alle Beteiligten anspruchsvoll ist die Form der Triade, wo alle in direkter Interaktion miteinander stehen.

Hier interagiert die Klient:in nicht nur mit dem Hund, sondern auch aktiv mit der Bezugsperson, während der Hund ebenfalls in den Austausch einbezogen ist. Diese direkte Interaktion erfordert von allen Beteiligten ein hohes Maß an Sensibilität und Aufmerksamkeit. Die Klient:in kann sich gleichzeitig auf die nonverbalen Signale des Hundes und die verbalen Anweisungen der Bezugsperson einlassen. Der Hund wiederum reagiert auf die Emotionen und Handlungen der Klient:in und die Lenkung durch seine Bezugsperson. Die Bezugsperson muss in der Lage sein, diese komplexe Dynamik zu erfassen, zu interpretieren und förderlich zu gestalten.

Die zentrale Rolle der Bezugsperson: Gestaltung der Triade

Das ist ein fundamentaler Aspekt unserer Arbeit: Es obliegt immer dem Anleiter/der Anleiterin (Pädagog:in, Therapeut:in), diese Triade bewusst zu gestalten. Sie sind die Architekt:innen dieser besonderen Beziehungsstruktur und tragen die Verantwortung dafür, dass die Interaktion für die Klient:in sicher, zielführend und positiv ist. Um diese Aufgabe kompetent erfüllen zu können, muss die Bezugsperson fundiertes Wissen über die förderlichen oder hemmenden Faktoren besitzen. Sie muss verstehen, wie die einzelnen Elemente – die Bedürfnisse der Klient:in, das Wesen des Hundes und die eigene Rolle – zusammenspielen und sich gegenseitig beeinflussen.

Wissen schafft Wirkung: Ein Fokus unserer Ausbildung

Damit Wirkung möglich ist, ist ein tiefes Verständnis der Triade unerlässlich. Nur wenn die Bezugsperson die Dynamik dieses Beziehungsdreiecks versteht und gezielt gestalten kann, können die positiven Effekte des Therapiebegleithundes optimal genutzt werden. Auch das ist ein wichtiger Punkt unserer Ausbildung!

Wir vermitteln unseren Teilnehmer:innen umfassendes Wissen über die verschiedenen Formen der Triade, ihre Dynamik und die entscheidende Rolle der Bezugsperson.

Wir schulen sie darin, die Interaktionen in der Triade bewusst wahrzunehmen, zu interpretieren und so zu lenken, dass sie die individuellen Ziele der Klient:in unterstützen und das Wohlbefinden aller Beteiligten im Blick behalten. Die Triade ist mehr als nur die Summe ihrer Teile. In ihrer bewussten Gestaltung liegt ein enormes Potenzial für positive Veränderungen und wertvolle Begegnungen zwischen Mensch und Tier unter professioneller Anleitung.